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09. Mai 2026

Lustenau vergab 1. Titelchance in 2. Liga - St. Pölten hofft

Vorarlberger erkämpften sich spät 2:2 bei Austria Salzburg - Verfolger SKN 3:0-Sieger in Kapfenberg - Spielfreier FAC ohne Aufstiegschance - Vierter Admira Wacker unterlag bei Liefering 0:3

In der 2. Fußball-Liga kommt es in der letzten Runde zu einem Zweikampf um den Meistertitel. Tabellenführer Austria Lustenau vergab am Freitag den ersten "Matchball" für den Aufstieg in die Bundesliga mit einem 2:2-Remis bei Austria Salzburg, liegt aber noch einen Punkt vor St. Pölten an der Spitze. Die Niederösterreicher blieben dank eines 3:0-Siegs in Kapfenberg im Rennen. Keine Chance mehr haben der Dritte FAC und Vierte Admira Wacker, der beim FC Liefering 0:3 verlor.

Lustenau hat am kommenden Donnerstag (17.00 Uhr) nach wie vor alles in der eigenen Hand, benötigt nur einen Heimerfolg gegen Amstetten. Bei einer Niederlage könnte auch Schützenhilfe von Hertha Wels, das bei St. Pölten antritt, helfen. In der Südstadt geht es im Duell zwischen dem FAC und der Admira nur noch um Prestige. Siege feierten am Freitag auch der Fünfte Amstetten (3:0 gegen Austria Klagenfurt), Zehnte Wels (2:0 gegen Sturm Graz II) und Zwölfte Rapid II (1:0 gegen Vienna). Schlusslicht Bregenz und die Young Violets Austria Wien teilten beim 2:2 die Punkte.

Lustenau zeigte vor Pause Nerven

Lustenau zeigte vor ausverkauftem Haus in Salzburg vor der Pause Nerven. Marinko Sorda (13.) und Daniel Bares (38.) schossen die Gastgeber verdient voran, auch wenn die Lustenauer bei einem Lattentreffer von Mame Wade Pech hatten. Nach Wiederbeginn steigerten sich die Vorarlberger. Die Belohnung folgte durch Treffer von Mohamed-Amine Bouchenna (63.) und Robin Voisine (92.), der nach einem Eckball von Pius Grabher einköpfelte. "In der ersten Halbzeit waren wir nicht am Platz, das war auch der Situation geschuldet. In der 2. Halbzeit haben wir ein anderes Gesicht gezeigt", resümierte Grabher im ORF-Interview.

Man habe den FAC aus dem Titelrennen genommen und trotzdem die bessere Ausgangssituation. "Wir müssen gegen Amstetten jetzt zeigen, dass wir richtige Männer sind und zuschlagen", forderte der Lustenau-Kapitän. Nach zwei Saisonen in der 2. Liga soll die Rückkehr ins Oberhaus gelingen. Amstetten reist aber mit einem Erfolgserlebnis an, nachdem es zuvor drei sieglose Partien gegeben hatte.

Kapfenberg hielt gegen St. Pölten zwar gut dagegen, den klaren Unterschied machte aber die Effizienz der Gäste. Während die Steirer bei mehreren Chancen im Abschluss harmlos agierten, trafen aufseiten der Niederösterreicher Christoph Messerer (27.), Marco Hausjell (33.) und Kapitän Marc Stendera mit einem souverän verwandelten Handelfmeter (41.). Nach der Pause waren Highlights Mangelware. Der SKN-Sieg gelang, nachdem es zuletzt vier Partien lang keinen Treffer und auch keinen Sieg inklusive drei 0:0 in Folge gegeben hatte.

Admiraner erlebten Deja-vu

Für die Admiraner gab es ein Deja-vu. Wie auch 2024/25 endeten die Titelträume in der vorletzten Runde im Auswärtsspiel in Liefering. Im Gegensatz zum damaligen 0:1 fielen diesmal mehr Tore. Lieferings Aboubacar Camara (22.) leitete den Erfolg mit einem sehenswerten Heber aus der eigenen Hälfte über Admira-Tormann Clemens Steinbauer hinweg ein. Die Südstädter waren zum Siegen gezwungen, konnten sich vorerst aber offensiv nicht in Szene setzen. Das änderte sich nach der Pause durch die Hereinnahme des zuletzt angeschlagenen Topstürmers Alexander Schmidt, der einige Male gefährlich zum Abschluss kam. Treffer wollte aber keiner gelingen.

Die Lieferinger lauerten auf Konter, waren da auch brandgefährlich. Kenneth Adejenughure vergab dreimal (54., 57., 71.). Besser machte seine Sache Kapitän Phillip Verhounig (79.), der wuchtig einschoss. Miha Matjasec (87.) sorgte für den Schlusspunkt. Damit gelang eine eindeutige Revanche für die 0:4-Niederlage in der Südstadt. Die Admiraner haben nur eines der jüngsten sieben Spiele gewonnen, dadurch ging einmal mehr am Ende der Saison die Luft aus.

Text: APA
Foto: GEPA pictures