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14. Mai 2026

Lustenau fixierte mit 2:1 gegen Amstetten Titel in 2. Liga

Vorarlberger spielen 2026/27 ihre sechste Saison in Bundesliga - St. Pölten half 1:0 gegen Wels nicht mehr - Admira Wacker nach 1:0 gegen FAC Dritter

Austria Lustenau hat in der letzten Runde den Meistertitel in der 2. Fußball-Liga fixiert und steigt in die Bundesliga auf. Die Vorarlberger setzten sich am Donnerstag in der Sun Minimeal Arena gegen Amstetten 2:1 durch und fixierten die Rückkehr ins Oberhaus, in dem sie 2026/27 ihre sechste Saison bestreiten, selbst. Verfolger St. Pölten half ein 1:0 gegen Wels nicht mehr, der SKN blieb einen Zähler hinter Lustenau. Dritter wurde die Admira dank eines 1:0 gegen den FAC.

Nach dem Schlusspfiff gab es in Lustenau kein Halten mehr, zahlreiche Fans stürmten den Rasen, Spieler und Verantwortliche fielen sich in die Arme. Die vorbereiteten Meistershirts waren dann schnell übergestreift. Beim offiziellen Teil ging es der Reihe nach zum Bundesliga-Vorstandsvorsitzenden Christian Ebenbauer, der zuerst die Medaillen überreichte. Danach gab es auch die Trophäe, das Meisterschild, das die "Grün-Weißen" um 19.16 Uhr vor mit mehr als 5.000 Zuschauern ausverkauftem Haus in die Höhe stemmen durften. "Ich kann es selber noch nicht glauben", sagte Kapitän Matthias Maak. Und auch Lustenau-Urgestein Pius Grabher war "irgendwie sprachlos, nachdem die letzten Wochen so viel Kraft gekostet haben".

Historischer Erfolg für Coach Mader

Erfolgstrainer Markus Mader erlebte in den letzten Spielminuten ein "Wechselbad der Gefühle", wie er betonte. "Aber Hut ab, wie clever es die Mannschaft über die Runden gebracht hat. Ich bin richtig stolz und happy." Auch beim letzten Aufstieg 2022 war der 57-Jährige schon während seiner ersten Amtszeit Lustenau-Trainer gewesen. Damit ist ihm ein Eintrag in den Geschichtsbüchern sicher, gelang ihm doch als erstem Coach mit dem gleichen Club zweimal der Aufstieg ins Oberhaus.

Im Gegensatz zum 2:2 zuletzt bei Austria Salzburg fanden die Lustenauer bei ihrem zweiten "Titel-Matchball" gut in die Partie. Die Gastgeber diktierten das Geschehen, Amstetten-Tormann Tiago Estevao konnte bei einem Abschluss von Lenn Jastremski (15.) das 0:1 noch verhindern. Topchance Nummer zwei führte dann zur verdienten Führung. Der in die Startelf gerückte Mohamed-Amine Bouchenna spielte in den Lauf von Jack Lahne, der eiskalt abschloss (23.). Für den 24-jährigen Teamstürmer aus Sambia war es der neunte Saisontreffer.

Strittige Situationen

Dass es keine höhere Führung gab, lag auch an Schiedsrichter Arnes Talic. Nach strittigen Zweikämpfen von Felix Köchl bzw. Estevao jeweils mit Lustenaus Mame Wade im Strafraum blieb die Pfeife stumm. Das aber auch auf der anderen Seite, als Grabher im eigenen Strafraum den Ball an die Hand bekam. Nach Wiederbeginn gab es für die Lustenauer einen schnellen Schock. Ein Freistoß von Joshua Steiger sprang von der Latte zurück ins Feld und Niklas Pertlwieser (48.) staubte per Kopf zum Ausgleich ab.

Das große Zittern setzte bei den Heimischen aber deshalb nicht ein, auch da bei der dritten strittigen Situation im Strafraum erstmals ein Elfmeter verhängt wurde. Kapitän Lukas Deinhofer hatte Bouchenna zu Fall gebracht, der 24-jährige Franzose Sacha Delaye (64.) verwertete mit einem flachen Schuss in die Mitte zu seinem zweiten Saisontor und der neuerlichen Lustenauer Führung. Danach spielte die Mader-Elf den Vorsprung ziemlich souverän über die Zeit. Aufseiten der Verlierer gab es danach nur für David Peham etwas zu feiern, der 15 Mal erfolgreich gewesene Stürmer erhielt den Pokal für den Liga-Torschützenkönig.

Kein Happy End in NV Arena

In St. Pölten wurden Cem Sekerlioglu und Marc Stendera vor der Partie als bester Trainer bzw. Spieler der Saison geehrt. Mit dem Geschehen auf dem Platz konnten beide vor der Pause dann nicht zufrieden sein, auf Topchancen wartete man auf beiden Seiten vergeblich. Die in der Anfangsphase gute Stimmung auf den mit 4.582 Zuschauern besetzten Rängen in der NV Arena war deshalb, aber wohl auch aufgrund der Lustenauer Führung im Parallelspiel, bald nicht mehr vorhanden. Auch nach der Pause boten die Akteure auf dem Rasen eher Magerkost.

Die SKN-Fans durften aber trotzdem einmal jubeln. Nicolas Keckeisen foulte Marco Hausjell im Strafraum und Stendera (71.) verwertete den Elfmeter. Sein elftes Saisontor änderte im Aufstiegsrennen aber nichts mehr, zumal in Lustenau nichts mehr passierte. Die Stimmung auf der angesetzten Saisonabschlussparty in der Folge war deshalb getrübt. "Es ist sehr enttäuschend, aber wenn uns vor der Saison jemand gesagt hätte, dass wir am letzten Spieltag um den Titel spielen, hätten wir das sofort unterschrieben. Wir hatten doch einen Umbruch, und wie wir als Team zusammengewachsen sind, das war richtig stark. Ich bin stolz auf die Saison", resümierte SKN-Tormann Christopher Knett.

Remiskönig Admira auf Platz drei

Die Admira verdrängte den FAC aufgrund des besseren direkten Vergleichs noch auf Rang vier, da in der Südstadt Aaron Sky Schwarz (67.) entscheidend traf. Vor allem die zwölf Remis, die meisten der Liga, verhinderten ein besseres Abschneiden der Niederösterreicher. Fünfter wurde Liefering, das zum Abschluss bei Absteiger Austria Klagenfurt 3:2 siegte. Hinter Amstetten Siebenter wurde die Vienna, die mit einem 2:0 gegen Schlusslicht Schwarz-Weiß Bregenz einen versöhnlichen Abschluss schaffte. Als Achter gingen die Young Violets Austria Wien durchs Ziel, sie verloren zu Hause gegen den 13. Kapfenberg 1:2. Rapid II verbesserte sich mit einem 2:1 beim Vorletzten Sturm Graz II noch auf Position elf.

Text: APA
Foto: GEPA pictures