Der Sieggarant

12. October 2020 in 2. Liga Matthias Puschl war schon in der Bundesliga – und das auch erfolgreich, bekam aber zu wenig Spielzeiten. Beim SV Licht-Loidl Lafnitz greift er nun wieder voll an.

Es war ein rasanter Aufstieg. In doppeltem Sinn. 2018 wechselte Matthias Puschl vom oststeirischen Klub FC Gleisdorf aus der Regionalliga Mitte in die 2. Liga. Bei der KSV 1919 fügte sich der Flügelstürmer perfekt ein. Und sicherte sich nicht nur auf Anhieb einen Stammplatz. Mit neun Toren und drei Assists machte er gehörig auf sich aufmerksam. So sehr, dass es weiterging mit dem Aufstieg. Im Sommer 2019 stand er im Bundesligakader von SCR Altach. Mit 23 Jahren. Und dann?

„Ich war bei Altach eher als offensiver Verteidiger eingeplant und nicht als offensiver Mittelfeldspieler“, erzählt Puschl. Er kam auch zu seinen Einsätzen, aber nicht in der Anzahl, die er sich beim Wechsel ins Ländle erhofft hatte. Drei Spiele wurden es am Ende. Allesamt im Dezember. Und mehr als erfolgreich. Gegen den WAC, Sturm Graz und

St. Pölten gingen die Altacher jeweils als Sieger vom Platz. Ein Sieggarant also? „Sieht fast so aus“, lacht Puschl. „Nein, ernsthaft. Es war eine wertvolle Erfahrung in Vorarlberg. Trainer Alex Pastoor war eigentlich zufrieden mit mir, aber ich wollte in meinem Alter mehr Spielzeit sammeln.“ Und so traf er eine Entscheidung. „Ich wollte einen Schritt zurück machen, um vielleicht ein paar nach vorne zu schaffen.“ Seit dem Frühjahr steht er bei Lafnitz unter Vertrag. Und es sollte die richtige Entscheidung sein – zehn Partien bestritt er für die Oststeirer. „Nun will ich in der neuen Saison richtig durchstarten“, gibt er die Marschroute vor. In einem Team, das sich mit viel Bundesligaerfahrung verstärkte. So stießen etwa Christoph Kröpfl (Hartberg) oder Patrick Bürger (Mattersburg) zur Mannschaft. „Wir haben uns wirklich verstärkt, ich hoffe, wir können vorne mitspielen, das obere Drittel sollte im Bereich des Möglichen liegen“, sagt Puschl.

Sein Trainer in Lafnitz ist für ihn alles andere als ein Unbekannter. „Philipp Semlic kenne ich schon als Trainer aus meiner Saison in Hartberg 2015/16.

Er hat mir seine offensive Philosophie erläutert, die meiner Spielweise entgegenkommt und ich war schnell überzeugt“, erklärt er. „Der Verein hat sich sehr um mich bemüht, das hat den Ausschlag gegeben.“ Und vielleicht geht er ja in Lafnitz tatsächlich wieder weiter, der rasante Aufstieg des Matthias Puschl.

Von Peter K. Wagner

Dieser Artikel ist im offiziellen Journal der 2. Liga erschienen – erhältlich bei allen Klubs der 2. Liga.

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