Sturmjuwel Adamu eifert Haaland nach

21. März 2020 in 2. Liga Chukwubuike Adamu hat das Zeug zum Stürmerstar. Nach acht Toren im Herbst will der österreichische U19-Teamspieler beim FC Liefering voll durchstarten.

Welches ist das nächste Juwel, das von Österreich aus die Fußballwelt erobert? Hier lohnt ein Blick auf den FC Liefering, vor allem auf Chukwubuike Adamu. Der 18-Jährige zeigte schon im Herbst mit acht Toren auf. Und das, obwohl er acht Wochen wegen einer Sprunggelenksverletzung ausfiel. „Wir müssen zeigen, was wir drauf haben“, richtet sich sein Blick in der Tabelle nach vorn. Immerhin kann eine so talentierte Truppe mit Platz zehn in der HPYBET 2. Liga nicht zufrieden sein: „Wir müssen unsere Chancen besser nutzen und die Zweikämpfe annehmen.“ Gut, dass gerade das zu den Stärken des Youngsters zählt, der vor allem seine Laufwege in die Tiefe noch verbessern will.

Adamus großes Vorbild ist neben Neymar Erling Haaland, der bereits beim BVB für Furore sorgt. An dem Norweger bewundert er, „wie er seine Chancen nutzt.“ Mit einem Schmunzeln denkt Adamu an sein erstes Trainingslager letzten Sommer mit dem FC Red Bull Salzburg zurück, bei dem er Haaland bei einer Abschlussübung besiegen konnte. Sein bisheriges Highlight bei Liefering? „Mein erstes Spiel, bei dem ich durchgespielt habe, gegen Horn. Da sind mir gleich zwei Tore gelungen.“

Seine Gefährlichkeit will das Stürmertalent mit nigerianischen Wurzeln auch in Österreichs U19-Nationalteam beweisen. Da warten in der EM-Quali Serbien, Deutschland und Wales, nachdem man im Herbst Gibraltar, die Schweiz und Irland bezwingen konnte - Adamu traf in jedem Spiel. Dabei war der kopfballstarke Angreifer, als er mit zehn Jahren bei GSV Wacker in Graz mit dem Fußball begann, noch linker Außenverteidiger. In der GAK Jugend wurde er zum Angreifer umfunktioniert. Mit 14 kam der Lockruf von Rapid und Admira. Doch die Wahl fiel auf Salzburg. Dort profitierte er vor allem von den Tipps von Alex Zickler: „Er hat mir gezeigt, wie ich den Körper reinstelle und beim Abschluss nicht zu lange nachdenke.“ Das Balltalent liegt Adamu sowieso im Blut. Fünf seiner sechs Geschwister spielen Fußball. Schwester Elisabeth (15) will Tennisprofi werden. Chukwubuike nimmt auch gerne das Racket in die Hand. Statt über bugsiert er Bälle aber lieber ins Netz. Man darf gespannt sein, wie oft das im Frühjahr gelingt.

Von Christoph König

Dieser Artikel ist im offiziellen Journal der 2. Liga erschienen – erhältlich bei allen Klubs der 2. Liga.

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