In guten wie in schlechten Zeiten

21. März 2020 in 2. Liga Alex Gründler und Innsbruck. Eine Beziehung, die schon viele Höhen und Krisen überdauerte. Jetzt ist er mit erst 26 Jahren Wackers Ältester.

Kalt-Warm, Ups & Downs. Das sind nicht nur die Fans des FC Wacker Innsbruck gewohnt. Seit 2011 steht Alex Gründler im Diensten der Tiroler. Einzige Ausnahme: Die Saison 2017/2018, als er am Flügel von Wiener Neustadt flitzte. Seine Liebe zum Tivoli entflammte als Bub, als er von der Tribüne die Titel des FC Tirol miterlebte. „Radoslaw Gilewicz war mein großes Vorbild. Ich wollte auch unbedingt einmal in diesem Stadion spielen. Das ist mir gelungen.“

Heute ist Gründler mit 26 Jahren tatsächlich der älteste Spieler in seiner Mannschaft (Altersschnitt: 21 Jahre). Fühlt man sich da als Routinier? „Teils, teils. Aber ich merke schon, dass ich für die Jungen immer mal wieder ein wichtiger Ansprechpartner bin.“ Die heurige Saison ist von Siegen und Niederlagen geprägt. „Wir können prinzipiell zufrieden sein. Wir wollten aber eine Siegesserie starten. Das ist uns nicht gelungen. Vielleicht klappt es ja im Frühjahr.“ 

Eine Saison mit Ups & Downs. Aber das kennt Gründler ja schon. 2013 – als er gleich bei seinem ersten Spiel für Wacker von Beginn an einen Doppelpack erzielte. Und so (damals noch als Stürmer) fulminant in seine Profikarriere startete. Doch am Ende der Saison stand der erste Abstieg mit Wacker. Oder die letzte Saison: Da schlug sich Gründler mit der zweiten Mannschaft in der HPYBET 2. Liga wacker und hielt sich erfolgreich das Abstiegsgespenst vom Leib. Erstaunlich für den zuvor Siebenten der Regionalliga. Dann wurde er von Trainer Thomas Grumser (mit dem er einst noch kurz gemeinsam gekickt hatte) sogar in die Erste raufgezogen. „Das zu schaffen, war mein Ziel.“ Dann endete es im Abstieg – wodurch auch die zweite Mannschaft absteigen musste. Für Gründler also ein doppelter Abstieg.

Dafür sieht er Innsbruck jetzt auf einem soliden Weg: „Gut, dass wir uns jetzt mal ohne Aufstiegsdruck in der 2. Liga etablieren können.“ Den Rücken stärkt dem NFL-Fan (Lieblingsteam NY Giants) seine Frau Elisabeth – in guten wie in schlechten Zeiten. Und von beiden gibt es bei Wacker ja bekanntlich genug.

Von Christoph König

Dieser Artikel ist im offiziellen Journal der 2. Liga erschienen – erhältlich bei allen Klubs der 2. Liga.

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