"Die Erfolgsstory weiterschreiben"

21. März 2020 in tipico Bundesliga Der SV Licht-Loidl Lafnitz hat einen neuen Trainer. Mit Philipp Semlic setzte sich ein Mann durch, der nicht nur wegen seiner Herkunft zum Klub passt.

Als Nachfolger von Ferdinand Feldhofer waren bekannte Namen im Gespräch. Die Wahl fiel auf Sie, weil Sie – laut Obmann Bernhard Loidl – schon im ersten Gespräch fachlich überzeugt haben. Was haben Sie ihm erzählt?

Ich habe erzählt, welche Art von Fußball ich spielen lassen will, welche Idee dahinter steckt, welchen Weg ich gemeinsam mit den Spielern gehen möchte und das hat ihn offenbar überzeugt. Auch ist es ein Steckenpferd von Bernhard Loidl, dass er den Verein sehr familiär führt und auf Regionalität setzt. Ich wurde in Vorau geboren, mein Heimatdorf ist Waldbach, ich stamme also wie mein Vorgänger Ferdinand Feldhofer aus der Gegend.

Welchen Fußball wird Lafnitz unter Ihnen spielen?

Ich bin ein Trainer, der für dynamischen, intensiven Fußball steht. Für einen Fußball, der offensiv ausgerichtet ist. Ein Fußball, den die Menschen sehen wollen, mit hoher Intensität in allen Phasen.

Sie sind erst 36 Jahre alt und waren kein Profi. Sind Sie einer dieser sogenannten Konzepttrainer?

Ich würde mich nicht mit einem Julian Nagelsmann vergleichen. Ich komme auf jeden Fall von der fachlichen Seite, habe mit 26 Jahren mit dem Fußball aufgehört und bin dafür schon sehr lange Trainer. Ich war Co-Trainer von Paul Gludovatz bei TSV Hartberg in der 2. Liga und habe in der Regionalliga als gleichberechtigtes Trainerduo mit Uwe Hölzl 2016/17 den Aufstieg geschafft.

Sie wechselten von der Sturm-U18 nach Lafnitz, haben sich in der jüngeren Vergangenheit aber auch in England fortgebildet. Wie kam es dazu?

Ich war zwei Mal in England bei Tottenham Hotspur in der Akademie hospitieren, war heuer in der Akademie des FC Liverpool und habe tiefe Einblicke in die Arbeit von Manchester United erhalten. Mike Phelan hat sich viel Zeit genommen, er ist so etwas wie die graue Eminenz im Verein, der viele Jahre unter Alex Ferguson gearbeitet hat und aktuell Co-Trainer von Ole-Gunnar Solksjaer ist.

Was sind Ihre Ziele mit dem SV Lafnitz?

Wir wollen die Erfolgsstory weiterschreiben. Ich habe selbst gegen Lafnitz gespielt, als der Verein in der Oberliga war. Alles ist schnell gewachsen, nun wollen wir den Klub Schritt für Schritt weiterentwickeln. Ich bin froh und dankbar, dass ich dabei mithelfen darf.

Von Peter K. Wagner

Dieser Artikel ist im offiziellen Journal der 2. Liga erschienen – erhältlich bei allen Klubs der 2. Liga.

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